25 | 06 | 2017

Das Tuner Interface (2.x)

 

für den automatisierten PC gesteuerten Christian Tuner für paralleldraht gespeiste Antennen entsprechend dem Artikel im Heft 12/2013 der cqDL.

Jetzt auch für AAG-100 und AT-502 Tuner.

 

Das Tuner Interface:

Das Tuner Interface empfängt die für den Tuner notwendigen Daten vom PC über ein Standard LAN Kabel. Es besteht auch aus einem fertigen Modul, dem nur noch Treiberchips nachgeschaltet sind, die dann die L und C Relais in der Christian Tuner Box schalten. Das verwendete Modul ist ein ‚SBC65EC‘ der Fa.Modtronix. Das LAN Modul stellt ein per Netzwerkkabel an den PC angeschlossenes Netzwerkgerät mit eigener IP-Adresse dar. Seine IP- Adresse ist bei einem neuen Modul ab Werk auf 10.1.0.1 eingestellt und muss dem steuernden PC angepasst werden. Deshalb sind auch hier ein paar vorbereitende Arbeiten auf der PC Seite sowie auf der LAN Modul Seite erforderlich.

 

Aufbau des Tuner Interface:

Das fertige LAN Modul hat auf der Oberseite zwei je 20polige Steckleisten auf die eine passende, gleich große Leerplatine aufgesteckt werden kann. Über die Steckverbindungen werden alle benötigten Signale auf die Leerplatine übertragen. Auf dieser werden die Relaistreiber Chips aufgelötet. Die auf den Bildern zu sehenden LEDs sind für die Funktion nicht erforderlich, sind aber sehr hilfreich bei der Fehlersuche. Auch sind die Ausgänge mit Kondensatoren abgeblockt um HF Einwirkungen zu verhindern. Die Relais in der Tuner Box erhalten ständig 13,8V und werden von den Treiber Chip Ausgängen auf 0 Volt geschaltet. An den Treiberausgängen wird ein 25adriges Kabel angeschlossen das dann an der Tunerbox aufgesteckt wird.

Der Einsatz der von DL2GRF entwickelten Relaistreiberplatine (für Christian- und AT-502 Tuner) vereinfacht den Aufbau erheblich und wird empfohlen.

Hinweis:

DL2GRF liefert z.Zt. keine Platinen mehr.

DL7GT hat eine weitere Serie von Platinen fertigen lassen. Nach Absprache und kann auch bestückt und getestet geliefert werden.

 

Vorbereitung des Tuner Interface:

Auch das Tuner Interface ist ein kleiner Computer der über ein LAN-Kabel mit dem PC verbunden wird. Auch dieses Modul ist für verschiedene Anwendungen konzipiert und muss für unsere Belange eingestellt werden.

Die Netzwerkadresse ist ab Werk auf 10.1.0.1 eingestellt und kann auf den Adressbereich des PCs oder Laptop geändert werden, der zur Kommunikation mit ggf. anderen Netzwerkteilnehmern (z.B. Drucker) genutzt wird.

Netzwerkeinstellungen können je nach Vernetzung durchaus komplex und unterschiedlich sein.

Bei einer einfachen Punkt-Zu-Punkt Verbindung kann die Adresse des Interface beibehalten werden und nur der PC wird entsprechend eingestellt.

Was letztendlich wie eingestellt wird hängt von dem vorhandenen Netzwerk ab, in dem das Interface betrieben werden soll und kann hier nicht allgemeingültig beschrieben werden.

Neben der IP-Adresse ist auch auf die Einstellung der Subnetmask und der Gateway-Adresse zu achten.

 

Für das erste Set-Up sollte als direkte Verbindung zwischen PC und Interface ein 1:1 Netzwerkkabel benutzt werden. Ist ein Router/Switch dazwischen geschaltet kann ein Cross-Over Kabel notwendig sein, das ist abhängig davon ob der Router/Switch die MDI-X Option hat. Den Set-Up in einem verteilten Netzwerk durchzuführen kann zu Kommunikationsproblemen führen.

 

Alle Einstellungen werden über einen Browser (InternetExplorer, Firefox) vorgenommen.

Tuner1

Über die werksseitig eingestellte IP-Adresse wird die Verbindung zum Interface aufgebaut.

Netzwerkeinstellung

Tuner2

 

Für Änderungen an den Einstellungen des Interface ist immer die Eingabe eines Benutzernamens (Username) und eines Passwortes (Password) erforderlich.

 

 

Über den Menüpunkt ‚SystemConfiguration‘ und ‚Network Settings‘ hat man Zugriff auf die Einstellungen zur Netzwerkkommunikation.

Tuner3

 

Tuner4

 

Veränderte Einstellungen für eine individuelle Anpassung an ein vorhandenes Netzwerk.

 

Bei Änderungen in den Einstellungen zur Netzwerkkommunikation ist darauf zu achten, dass alle Einstellungen zur vorhandenen Netzwerkstruktur passen und plausibel sind.

 

Die Übernahme der Einstellungen erfolgt durch Betätigung des Buttons ‚Update‘.

 

Nach einer Änderung der Adresseinstellungen ist durch das Aus- und Einschalten der Stromversorgung das Modul neu zu starten damit die Änderung wirksam wird. Mit einem ‚Ping‘ kann dann die Verbindung zum Modul getestet werden.

Wenn Zugang zu dem Modul besteht müssen auch alle Pins als Ausgang deklariert werden. Dadurch werden alle Ausgänge aktiviert die über die Relaistreiber die Relais im Tuner schalten werden.

 

Portsettings

Die durch die Hardware des SBC65EC bereitgestellten Signale müssen in Ihrer Funktion als Ausgänge eingestellt werden, damit hierüber die Relaisansteuerung erfolgen kann.

Tuner5

Ansicht der voreingestellen Ports.

Für den Betrieb entsprechend den Schaltplänen zum Projekt müssen die Ports A0-5, B0-5, C0-2, C5, F0-4 als Ausgänge (Output) eingestellt werden.

Tuner6

 

Durch Betätigen des Buttons ‚Submit‘ wird die Einstellung in den Speicher des Interface übernommen.

Damit ist das Tuner Interface für den Einsatz bereit.

Wem das zu schwierig erscheint findet sicherlich Hilfe bei OV-Kollegen.

 

Konfigurationshilfe:

Wenn es gar nicht mit der Konfiguration des LAN-Moduls gelingen will dann steht Ludger, DD8EI, gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.

Bitte zuerst Mail Kontakt mit DD8EI aufnehmen. (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) Ludger übernimmt auch die Konfiguration des zu ihm geschickten Moduls.

 

Bitte unbedingt beachten: Es muss ein funktionsfähiges, komplett verdrahtetes und funktionsfähiges Modul sein. Ludger übernimmt keine Lötarbeiten und selbstverständlich muss das Rückporto beigefügt sein.

 

Die hier beschriebe Hard- und Software ist von Funkamateuren für Funkamateure entwickelt worden und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Fehlerfreiheit.

Zugesicherte Eigenschaften sind grundsätzlich ausgeschlossen.

Der Einsatz und Betrieb der Hard- und Software unterliegt der persönlichen Verantwortung des jeweiligen Betreibers.

 

Stand 02.Jan.2014 G.E.

Geändert 01.03.2014 G.E.

Geändert 13.06.2015 L.H.